März 24, 2026

Schweizer Käse-Fondue – Welche Weine passen dazu?

Wer ein klassisches Schweizer Käse-Fondue serviert, braucht keinen beliebigen Weisswein, sondern einen Stil, der Schmelz, Salz, Würze und Cremigkeit wirklich tragen kann. Genau daran scheitern viele Pairings: Der Wein ist zu aromatisch, zu holzbetont,…

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Wer ein klassisches Schweizer Käse-Fondue serviert, braucht keinen beliebigen Weisswein, sondern einen Stil, der Schmelz, Salz, Würze und Cremigkeit wirklich tragen kann. Genau daran scheitern viele Pairings: Der Wein ist zu aromatisch, zu holzbetont, zu säurehart oder als Rotwein zu tanninlastig.

Die gute Nachricht: Es gibt eine sehr klare klassische Linie. Zum traditionellen Schweizer Fondue – vor allem zum Moitié-Moitié aus 50 % Gruyère AOP und 50 % Vacherin Fribourgeois AOP – funktionieren am zuverlässigsten trockene, fein strukturierte Weissweine aus der Westschweiz. Vor allem Chasselas beziehungsweise Fendant ist hier die Referenz. Er wirkt nicht laut, nicht parfümiert und nicht schwer, sondern balanciert Fett, Salz und Schmelz mit Frische, Mineralik und Ruhe.

Für diesen Beitrag wurden die Stilregeln, die Expert:innen-Aussagen und die konkreten Flaschen besonders streng geprüft. Ich habe nur Weine aufgenommen, die auf aktuellen Produzenten- oder Händlerseiten tatsächlich auffindbar sind. Dazu kommen bewusst auch einige gute Alternativen aus Österreich und Deutschland, falls gerade kein Schweizer Wein greifbar ist. Der Fokus bleibt aber klar: Welcher Wein schmeckt zum Schweizer Käse-Fondue wirklich gut?

Die besten Weine im schnellen Überblick

Wenn du schnell entscheiden willst, hilft diese Übersicht. Danach findest du die genaue Einordnung der Rebsorten und konkrete Flaschen von günstig bis edel.

Stil / PreisniveauEmpfohlener WeinWarum er passtAm besten zu – Tipp
GünstigLe Pot du Commandant, Maison Obristklassischer Chasselas, lebendig, lindenblütig, unkompliziertklassisches Fondue, unkomplizierte Runden
Günstig bis MittelklasseAigle les Murailles, Henri Badouxfruchtig-mineralisch, sehr fonduefreundlichMoitié-Moitié, Gruyère-lastige Mischungen
MittelklasseEpesses Clos du Boux, La Maison Massymehr Struktur, mehr Tiefe, mehr Grand-Cru-Charakteretwas anspruchsvolleres Fondue, Gäste mit Weininteresse
MittelklasseFendant Balavaud, Jean-René GermanierWalliser Fendant mit Tiefe, rund und steinigkräftigere Käsemischungen, reifer Gruyère
Obere MittelklasseLeithaberg Neuburger, Erwin Tinhofkluge Österreich-Alternative mit Nuss, Struktur und Ruhewenn kein Schweizer Wein greifbar ist
Obere MittelklasseSilvaner Langenberg, Rudolf Maystraff, mineralisch, würzig; sehr gute Alternativeklassisches Fondue, puristische Pairings
EdelDézaley Chemin de Fer, Luc Massyopulent, mineralisch, honig- und feuersteinartiggroßes Fondue-Dinner, reifere Käsearomen
EdelL’Arbalète Dézaley Grand Cru, Testuz / Obristintensiv, geröstet, nussig, sehr terroirgeprägtfeineres Fondue, anspruchsvolle Gäste
Edel als AlternativeGrüner Veltliner Ried Kreutles Smaragd, Knollkraftvoll, würzig, mit Substanz statt bloßer Fruchtkräftiges Fondue, wenn gereifter Stil gewünscht ist

Wie die richtige Weinauswahl beim Schweizer Käse-Fondue wirklich funktioniert

Was ein klassisches Schweizer Käse-Fondue geschmacklich braucht

Ein Schweizer Käse-Fondue ist kein filigranes Gericht. Es bringt Salz, Fett, Eiweiss, Wärme, oft Knoblauch und je nach Mischung auch deutliche Würze, Milchsüsse und nussige Reife mit. Der Wein darf deshalb nicht zu dünn sein, aber auch nicht zu laut. Ideal ist ein trockener Weisswein mit Frische, moderater bis feiner Säure, klarer Struktur und möglichst wenig störendem Holz. Im Glas soll er den Mund reinigen, ohne das Fondue scharf oder kantig wirken zu lassen.

Wichtig ist die kleine, aber entscheidende Unterscheidung zwischen Wein im Fondue und Wein zum Fondue. Für das Caquelon wird klassisch trockener Weisswein verwendet; dort hilft Säure technisch bei Bindung und Schmelz. Im Glas daneben ist aber nicht automatisch der säurestärkste Wein der beste. Gerade zum Essen funktionieren oft feinere, ruhigere, weniger aggressive Weissweine besser als sehr spitze, nervige Säurebomben.

Die wichtigste Rebsorte: Chasselas beziehungsweise Fendant

Wenn du nur eine Rebsorte im Kopf behalten willst, dann diese: Chasselas. Im Wallis heißt sie häufig Fendant. Sie ist für Schweizer Käsegerichte nahezu ideal, weil sie nicht überparfümiert wirkt, oft eine subtile Frucht zeigt und zugleich genügend Frische mitbringt, um die cremige Textur des Fondues zu balancieren. Gute Chasselas-Weine schmecken nach Apfel, Birne, Zitrus, weißen Blüten, manchmal Feuerstein oder feiner Mineralik. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern arbeiten mit dem Gericht.

Genau das macht Chasselas so stark: Ein Fondue lebt nicht von Aromakollision, sondern von Harmonie. Sauvignon Blanc mit starker Exotik, barriquebetonte Chardonnays oder zu süße Weine können das Gleichgewicht stören. Chasselas dagegen wirkt oft wie gemacht für Gruyère, Vacherin, Raclette und andere alpine Käsegerichte.

Welche Schweizer Herkunft beim Fondue besonders stark ist

Für klassisches Moitié-Moitié sind Weine aus der Waadt, aus Lavaux, Dézaley, Epesses, der Côte vaudoise, dem Chablais oder dem Wallis besonders naheliegend. Der Grund ist nicht nur Tradition, sondern Stilistik: Diese Weine verbinden Frische, mineralische Spannung und oft eine erstaunlich gute Textur. Gerade Dézaley kann aus Chasselas deutlich mehr Tiefgang und Länge holen als viele trinkige Alltagsweine.

Diese Rebsorten funktionieren ebenfalls sehr gut

  • Silvaner ist eine sehr gute Alternative, wenn du trockene, steinige, klare Weissweine mit Würze magst. Gerade gute fränkische Silvaner können hervorragend mit Fondue funktionieren, weil sie weder zu aromatisch noch zu süß wirken.
  • Neuburger ist im deutschsprachigen Raum eine besonders clevere Alternative. Gute Neuburger verbinden Nussigkeit, Struktur und eine ruhige, warme Art, die mit geschmolzenem Käse sehr harmonisch wirken kann. Der Stil passt besonders gut, wenn du etwas mehr Schmelz im Wein magst.
  • Grüner Veltliner funktioniert nicht immer automatisch, aber in einer reiferen, substanziellen, nicht zu pfeffrig-spitzen Ausprägung kann er sehr stark sein. Besonders dann, wenn das Fondue kräftig, würzig und etwas gehaltvoller ausfällt.
  • Savagnin aus dem Jura ist eine spannende Expertenalternative für alle, die Käse und Wein intensiver denken. Diese Weine bringen Salzmineralik, Zitrus, Kräuter und eine ernsthafte Struktur mit. Sie sind nicht der einfachste Einstieg, aber für ambitionierte Runden sehr reizvoll.
  • Pinot Noir ist keine Standardempfehlung zum klassischen Schweizer Käse-Fondue. Er kann aber funktionieren, wenn das Fondue durch Schinken oder geräucherte Zutaten würziger wird. Dann sollte der Rotwein sehr fruchtig, wenig tanninreich und möglichst nicht im neuen Holz ausgebaut sein.

Tipps von Expert:innen und Empfehlungen

  • Sindy Kretschmar: Die Falstaff-Sommelière des Jahres 2018 empfiehlt zum Käsefondue ausdrücklich einen Schweizer Chasselas und nennt den Dézaley Chemin de Fer von Luc Massy als besonders harmonische Wahl zu Gruyère und cremigem Vacherin.
  • Madeleine Löhner: Die Sommelière in der Schweiz rät zum Fondue zu gereifterem Grünen Veltliner, wenn der Wein genügend Fülle, Kraft und Schmelz mitbringt und nicht zu viel Säure zeigt.
  • Gerhard Retter: Der Sommelier und Gastronom nennt Fendant als klassische sichere Bank und sieht auch fränkischen Silvaner oder jungen Neuburger als sehr gute Alternativen.
  • Stefanie Hehn: Die Master Sommelière empfiehlt Weißweine aus dem Jura, vor allem Savagnin, weil ihre Frische und salzige Kalkmineralik Käsegerichte spannend kontrastieren.
  • Schweizer Tourismus: Für das klassische Schweizer Käsefondue wird traditionell ein trockener Weisswein aus der Westschweiz genannt; für Moitié-Moitié steht Chasselas klar im Zentrum, für Vacherin-Fondue sogar ausdrücklich Chasselas aus Dézaley.
  • Swiss Wine: Die offizielle Schweizer Weinplattform beschreibt Chasselas als klassischen Fonduewein, dessen delikate Säure die Cremigkeit von Fondue und Raclette ausbalanciert.

Le Pot du Commandant – der günstige Schweizer Einstieg

  • Weingut & Herkunft: Maison Obrist, Yvorne / Chablais AOC, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: subtile Noten von Rebblüte und Lindenblüte, lebendig, rassig, ausgewogen, mit runderem Finale.
  • Warum perfekt zum Gericht: Wenn du einen ehrlichen, unkomplizierten Schweizer Chasselas für ein klassisches Fondue suchst, ist das ein sehr sicherer Start. Er ist frisch genug, um den Gaumen zu entlasten, aber nicht so streng, dass der Käse hart wirkt.

Aigle les Murailles – der sehr klassische Chasselas-Tipp

  • Weingut & Herkunft: Maison Henri Badoux, Aigle / Chablais AOC, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: fruchtig-mineralisch, mit Lindenblüte, Mango, klarer Struktur und harmonischem, langen Finale.
  • Warum perfekt zum Gericht: Dieser Wein wird vom Produzenten selbst ausdrücklich mit Käse in Verbindung gebracht und ist stilistisch extrem fonduefreundlich. Für viele ist das der klassische, unkomplizierte „Ja, genau so soll es schmecken“-Fonduewein.

Epesses Clos du Boux – mehr Tiefe, aber immer noch sehr klassisch

  • Weingut & Herkunft: La Maison Massy, Epesses / Lavaux Grand Cru, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: mineralisch, strukturiert, fruchtig, großzügig, mit Volumen, feiner Würze und eleganter, leichter Bitterkeit im Abgang.
  • Warum perfekt zum Gericht: Wenn dein Fondue etwas ernster begleitet werden soll, aber nicht zu schwer werden darf, ist das ein hervorragender Schritt nach oben. Gerade die Struktur und das Volumen tragen auch kräftigere Käsemischungen sehr gut.

Fendant Balavaud – der starke Walliser für kräftigere Fondue-Abende

  • Weingut & Herkunft: Domaine Jean-René Germanier, Vétroz Grand Cru / Wallis, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: floral, mit Feuerstein, Birne, zerkleinertem Stein und Lindenblüte; saftig, rund und elegant.
  • Warum perfekt zum Gericht: Das ist ein klassischer Schweizer Fonduewein mit etwas mehr Druck und Tiefe. Besonders gut passt er, wenn dein Fondue würziger, reifer und nicht nur cremig, sondern auch aromatisch ernsthaft ist.

Leithaberg Neuburger – die kluge Österreich-Alternative

  • Weingut & Herkunft: Weingut Erwin Tinhof, Leithaberg, Burgenland, Österreich.
  • Geschmack/Tasting Notes: vollmundig, elegant und gut strukturiert; im Stil eher ruhig, mineralisch und leicht nussig wirkend.
  • Warum perfekt zum Gericht: Neuburger kann bei geschmolzenem Käse großartig sein, weil er Schmelz und Ruhe mitbringt. Wenn du keinen Schweizer Wein zur Hand hast, ist das eine der überzeugendsten österreichischen Alternativen überhaupt.

Silvaner Langenberg – die puristische deutsche Alternative

  • Weingut & Herkunft: Weingut Rudolf May, Retzstadt / Franken, Deutschland.
  • Geschmack/Tasting Notes: gelbe Frucht, Kräuter, Muschelkalk; am Gaumen straff, mineralisch, würzig, saftig und präzise.
  • Warum perfekt zum Gericht: Ein guter fränkischer Silvaner wirkt beim Fondue oft verblüffend selbstverständlich. Er ist klar, trocken und ernst, ohne den Käse mit Holzwucht oder Fruchtfülle zu überdecken.

Dézaley Chemin de Fer – die edle Schweizer Referenz

  • Weingut & Herkunft: La Maison Massy, Dézaley Grand Cru, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: Feuerstein, Steinrauch, Honignoten, viel Fülle, Opulenz und sehr langer Abgang.
  • Warum perfekt zum Gericht: Wenn du ein Fondue nicht nur begleiten, sondern auf ein höheres Niveau heben willst, ist das eine der überzeugendsten Flaschen. Besonders stark ist er bei reifem Gruyère, charaktervollem Vacherin und Gästen, die Wein wirklich bewusst trinken.

L’Arbalète Dézaley Grand Cru – nobel, mineralisch, fein geröstet

  • Weingut & Herkunft: Testuz / Maison Obrist, Dézaley Grand Cru, Schweiz.
  • Geschmack/Tasting Notes: geröstete und rauchige Noten, Haselnuss, getrocknete Birne, Quitte und viel mineralische Spannung.
  • Warum perfekt zum Gericht: Dieser Wein ist ideal, wenn du ein edles, präzises, terroirgeprägtes Pairing willst. Besonders gut funktioniert er, wenn das Fondue etwas intensiver gewürzt oder mit reiferem Käse angesetzt ist.

Grüner Veltliner Ried Kreutles Smaragd – die gehobene Alternative mit Substanz

  • Weingut & Herkunft: Weingut Knoll, Wachau DAC, Österreich.
  • Geschmack/Tasting Notes: Würze, Grapefruit, tabakige Anklänge, viel Struktur und konzentrierter, komplexer Stil.
  • Warum perfekt zum Gericht: Nicht der traditionellste Weg, aber ein sehr guter, wenn du ein kräftiges, gehaltvolles Fondue mit einem seriösen österreichischen Weisswein paaren willst. Er braucht allerdings das richtige Umfeld: eher kräftiges Fondue, eher erfahrene Weintrinker.

Welche Weine ich zum klassischen Fondue eher nicht empfehlen würde

Sehr aromatische Sauvignon Blancs, stark im neuen Holz ausgebaute Chardonnays, süßlich wirkende Weissweine und tanninreiche Rotweine sind zum klassischen Schweizer Käse-Fondue meist keine gute Idee. Sie können das Gericht entweder parfümiert, bitter, hart oder einfach unruhig wirken lassen. Auch stark alkoholische, breit-fruchtige Weine ohne Frische werden schnell ermüdend.

Wann Rotwein trotzdem funktionieren kann

Wenn dein Fondue deutlich von Schinken, Speck, Rauch oder Pilzen geprägt ist, kann ein leichter, fruchtiger, wenig tanninreicher Pinot Noir funktionieren. Das ist aber die Ausnahme und nicht die sichere Standardempfehlung. Für klassisches Moitié-Moitié ist Weisswein fast immer die bessere Wahl.

Worauf du beim Kauf konkret achten solltest

Am sichersten kaufst du einen trockenen Chasselas oder Fendant aus der Schweiz. Noch besser wird es, wenn auf dem Etikett Herkunft wie Chablais, Aigle, Yvorne, Epesses, Lavaux oder Dézaley steht. Wenn du eine Alternative brauchst, suche nach trockenem Silvaner, Neuburger oder einem nicht zu grellen, eher substanziellen Grünen Veltliner. Je klassischer das Fondue, desto weniger laut sollte der Wein sein.

Welcher Wein passt klassisch am besten zu Schweizer Käse-Fondue?

Am klassischsten und zuverlässigsten passt trockener Chasselas beziehungsweise Fendant aus der Westschweiz. Besonders gut funktionieren Weine aus Chablais, Lavaux, Epesses, Dézaley oder dem Wallis.

Kann ich denselben Wein ins Fondue und ins Glas geben?

Ja, das ist sogar eine sehr gute Idee. Nimm dafür am besten einen trockenen, nicht zu aromatischen Weisswein, idealerweise Chasselas oder Fendant. So bleibt das Aroma stimmig und nichts wirkt gegeneinander.

Passt Rotwein zu Käse-Fondue?

Zum klassischen Fondue eher nicht. Die Tannine können mit dem warmen Käse bitter wirken. Eine Ausnahme ist ein sehr fruchtiger, wenig tanninreicher Pinot Noir bei Fondue-Varianten mit Schinken oder Rauch.

Was ist die beste Alternative, wenn ich keinen Schweizer Wein bekomme?

Sehr gute Alternativen sind fränkischer Silvaner, österreichischer Neuburger oder ein ruhiger, substanzieller Grüner Veltliner. Diese Weine haben oft genau die Mischung aus Struktur, Frische und Zurückhaltung, die Fondue braucht.

Welcher Wein passt besonders gut zu Moitié-Moitié?

Für Moitié-Moitié ist Chasselas die erste Wahl. Besonders stimmig sind Waadtländer und Lavaux-Weine, aber auch ein guter Fendant aus dem Wallis funktioniert sehr gut.

Was passt zu einem kräftigeren, reiferen Fondue?

Je würziger und reifer der Käse, desto mehr Struktur darf auch der Wein mitbringen. Dann sind Fendant Balavaud, Epesses Clos du Boux, Dézaley Chemin de Fer oder L’Arbalète besonders stark.

Wie kalt sollte der Wein serviert werden?

Nicht eiskalt. Ein Bereich um etwa 10 bis 12 Grad ist für die meisten dieser Weissweine ideal. Zu kalter Wein wirkt stumpf, zu warmer Wein breit.

Ist teurer Wein automatisch besser?

Nein. Zum Fondue zählt vor allem der passende Stil. Ein ehrlicher, gut gemachter Chasselas für wenig Geld schlägt oft einen viel teureren, aber stilistisch ungeeigneten Wein.

Welche Flasche ist die sicherste Empfehlung für Gäste?

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm Aigle les Murailles oder einen ähnlichen trockenen Schweizer Chasselas. Wenn es hochwertiger werden soll, greif zu Dézaley Chemin de Fer oder einem guten Fendant aus dem Wallis.

Welche Fehler ruinieren das Pairing am häufigsten?

Zu viel Holz, zu viel Aroma, zu viel Süße, zu viel Tannin und zu viel aggressive Säure. Fondue braucht keine Showflasche, sondern einen Wein, der das Gericht trägt und ordnet.

Quellen und weitere Tipps

  • Schweiz Tourismus: Diese Quelle ist besonders relevant, weil sie die klassische Schweizer Logik direkt auf Fondue-Stile herunterbricht. Dort wird Chasselas ausdrücklich für Moitié-Moitié empfohlen, Dézaley-Chasselas für Vacherin-Fondue und für Fondue mit Schinken ein fruchtiger, nicht tanninreicher Pinot Noir. Quelle öffnen
  • Swiss Wine: Die offizielle Schweizer Weinplattform ist für diesen Beitrag zentral, weil sie Chasselas ausdrücklich als klassischen Partner zu Fondue, Raclette und Käsekrusten nennt und seine delikate Säure als Gegengewicht zur Cremigkeit beschreibt. Quelle öffnen
  • Swissmilk: Diese Quelle ist wichtig, weil sie die technische Seite des Fondueweins erklärt. Für das Caquelon wird trockener, säuerlicher Weisswein genannt, ungefähr 1 dl auf 200 g Käse. Das hilft bei der Einordnung, warum der Wein im Topf und der Wein im Glas nicht immer exakt derselbe Stil sein muss. Quelle öffnen
  • Falstaff – Pairingtipps zu Käsefondue: Diese Quelle ist für die Expert:innen-Stimmen besonders wertvoll. Dort empfehlen Sommeliers und Sommelièren unter anderem Luc Massy Dézaley Chemin de Fer, gereiften Grünen Veltliner, Silvaner, Neuburger und Savagnin. Quelle öffnen
  • Fondue Moitié-Moitié Label: Diese Quelle ist relevant, weil sie die klassische Rezeptur des Schweizer Moitié-Moitié klar festhält: 50 % Gruyère AOP und 50 % Vacherin Fribourgeois AOP. Genau diese Käselogik ist entscheidend für die passende Weinauswahl. Quelle öffnen
  • Maison Obrist – Le Pot du Commandant: Die Quelle belegt, dass dieser Wein aktuell tatsächlich existiert und gelistet ist. Gleichzeitig liefert sie Stilbeschreibung, Preisniveau und die passende Kategorie „Fromage“. Quelle öffnen
  • Henri Badoux – Aigle les Murailles: Diese Quelle ist wichtig, weil sie den Wein selbst ausdrücklich als Begleiter zu Käse beschreibt. Außerdem zeigt sie, dass Aigle les Murailles ein aktiver, real gelisteter Chasselas ist. Quelle öffnen
  • La Maison Massy – Epesses Clos du Boux und Dézaley Chemin de Fer: Beide Produktseiten sind besonders relevant, weil sie die Weine aktuell listen und zugleich ausdrücklich mit Käse beziehungsweise charaktervollem Gruyère und Vacherin verbinden. Epesses Clos du Boux
    Dézaley Chemin de Fer
  • Domaine Jean-René Germanier – Fendant Balavaud: Diese Quelle ist für die Walliser Linie wichtig. Sie zeigt den Wein als aktuellen, real existierenden Fendant und zitiert zusätzlich eine professionelle Einschätzung, die ihn ausdrücklich mit hartem Schweizer Käse zusammenbringt. Quelle öffnen
  • Maison Obrist / Testuz – L’Arbalète: Diese Quelle belegt die Existenz des Weins und liefert eine präzise Stilbeschreibung mit gerösteten, nussigen und mineralischen Noten, die für gehobenere Fondue-Pairings sehr relevant ist. Quelle öffnen
  • Weingut Erwin Tinhof: Diese Quelle ist wichtig für die Österreich-Alternative, weil sie zeigt, dass Leithaberg Neuburger aktuell gelistet ist und in mehreren Jahrgängen verfügbar bleibt. Quelle öffnen
  • Weingut Rudolf May: Diese Quelle belegt den Silvaner Langenberg als aktuellen, real kaufbaren Wein. Sie ist relevant, weil Silvaner eine der überzeugendsten Nicht-Schweiz-Alternativen zum Fondue ist. Quelle öffnen
  • WEIN & CO und Mövenpick Wein: Diese Quellen wurden ergänzend geprüft, um die aktuelle Marktverfügbarkeit einzelner Flaschen wie Knoll Kreutles Smaragd 2024 und Aigle les Murailles 2024 zusätzlich abzusichern. Knoll bei WEIN & CO
    Aigle les Murailles bei Mövenpick

Alle Angaben, Daten und Empfehlungen wurden sorgfältig geprüft, ersetzen aber keine persönliche Verkostung. Gerade bei Wein zählen Jahrgang, Verfügbarkeit, Händlerbestand und dein persönlicher Geschmack. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm zum klassischen Schweizer Käse-Fondue einen trockenen Schweizer Chasselas oder Fendant und serviere ihn nicht eiskalt.

Alle Angaben, Daten, Fakten – ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Korrektheit. Wenn Sie Fehler finden – gerne melden.

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