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DIT Celler Selenita 2024
Wein · ES · Garnacha Tinta
Garnacha Tinta, international meist Grenache oder Grenache Noir genannt, ist eine rote Rebsorte spanischen Ursprungs. Sie steht häufig für fruchtbetonte, warme und geschmeidige Rotweine mit reifer Kirsche, roten Beeren und würzigen Noten, kann aber je nach Herkunft deutlich frischer, mineralischer oder konzentrierter ausfallen. Auch hochwertige Roséweine werden aus Garnacha erzeugt.
Garnacha Tinta gehört zu den klassischen mediterranen Rebsorten. In Frankreich begegnet sie meist als Grenache oder Grenache Noir, in Katalonien als Garnatxa beziehungsweise Garnatxa Negra. Trotz der unterschiedlichen Namen handelt es sich um dieselbe Rebsorte.
| Merkmal | Typisch für Garnacha Tinta |
|---|---|
| Rebsortentyp | Rote Weinrebsorte |
| Bekannte Namen | Grenache, Grenache Noir, Garnatxa, Garnatxa Negra |
| Ursprung | Spanien |
| Weinstile | Rotwein, Roséwein und teilweise Süsswein |
| Typische Aromatik | Kirsche, rote Beeren, dunkle Früchte, Kräuter, Gewürze und florale Noten |
| Körper | Je nach Herkunft mittelkräftig bis vollmundig |
| Tannin | Oft eher weich bis mittelkräftig |
| Säure | Häufig moderat |
| Wichtige Regionen | Aragón, Navarra, Rioja, Priorat, Montsant, südliche Rhône und weitere mediterrane Gebiete |
Eine einzige Geschmacksbeschreibung wird Garnacha nicht gerecht. Die Rebsorte kann erstaunlich unterschiedliche Weine hervorbringen. Häufig stehen jedoch reife Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren und andere rote Früchte im Vordergrund. Dazu können florale, kräuterige und würzige Noten kommen.
In warmen Lagen und bei sehr reifen Trauben entstehen oft körperreiche, weiche Weine mit viel Frucht und spürbarer Wärme. Alte Reben, niedrige Erträge, Höhenlagen oder besonders karge Böden können hingegen Weine mit deutlich mehr Spannung, Konzentration und mineralischem Eindruck hervorbringen.
Garnacha besitzt ein hohes Potenzial zur Zuckerreife. Deshalb können kräftigere Weine vergleichsweise alkoholreich ausfallen, ohne automatisch stark tanninbetont zu sein. Wer eher weiche, fruchtige Rotweine bevorzugt, findet deshalb viele zugängliche Varianten. Wer mehr Struktur sucht, sollte stärker auf Herkunft, Alter der Reben und Ausbau achten.
Garnacha gilt als spanische Rebsorte und ist besonders eng mit dem Nordosten Spaniens verbunden. Noch heute liegen einige der spannendsten Garnacha-Gebiete dort. Wer Unterschiede innerhalb der Sorte kennenlernen möchte, sollte deshalb weniger nach einem einzigen «typischen Garnacha» suchen, sondern verschiedene Herkünfte vergleichen.
Aragón und seine Weine gehören zu den wichtigsten Anlaufstellen für Garnacha. Besonders Campo de Borja und Calatayud sind stark mit der Sorte verbunden. In Calatayud stehen zahlreiche ältere Garnacha-Weinberge; unterschiedliche Höhenlagen und karge Standorte ermöglichen sowohl kräftige als auch überraschend frische Interpretationen.
Wer Garnacha erstmals gezielt auswählen möchte, findet in Aragón ein breites Spektrum von unkomplizierten, fruchtbetonten Weinen bis zu konzentrierten Gewächsen aus alten Reben.
Auch Weine aus Navarra sind traditionell eng mit Garnacha verbunden. Besonders interessant ist die stilistische Bandbreite: Die Sorte wird sowohl für Rotwein als auch für Rosé genutzt. Dadurch eignet sich Navarra gut, um unterschiedliche Seiten von Garnacha innerhalb einer einzigen Herkunft kennenzulernen.
In La Rioja steht meist Tempranillo im Mittelpunkt, Garnacha spielt jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie kann reinsortig ausgebaut werden oder Bestandteil von Cuvées sein. Gerade hier lohnt es sich, neben der Rebsorte auch auf den Ausbau zu achten.
Bezeichnungen wie Joven, Crianza oder Reserva beschreiben nicht die Rebsorte, sondern Reifung und Ausbau des Weins. Die Unterschiede erklärt unser Ratgeber zu Crianza, Reserva, Gran Reserva und Roble.
In Katalonien wird Garnacha häufig Garnatxa genannt. Im Priorat zählt sie gemeinsam mit Carinyena zu den wichtigsten traditionellen roten Sorten. Steile Weinberge, geringe Erträge und unterschiedliche Höhenlagen können hier besonders konzentrierte, strukturierte und langlebige Weine hervorbringen.
Auch im benachbarten Montsant ist Garnacha weit verbreitet. Für Käufer ist deshalb nicht nur der Name der Sorte entscheidend: Ein einfacher junger Garnacha und ein anspruchsvoller Priorat können trotz derselben Rebsorte stilistisch weit auseinanderliegen.
Jenseits Spaniens ist die Sorte vor allem unter ihrem französischen Namen Grenache bekannt. Sie prägt zahlreiche mediterrane Weine und ist insbesondere an der südlichen Rhône von Bedeutung. Dort wird sie sowohl reinsortig als auch gemeinsam mit anderen Rebsorten verwendet.
Auch bei französischen Roséweinen kann Grenache eine wichtige Rolle spielen. Wer einen leichteren, sommerlicheren Stil sucht, kann deshalb zusätzlich die aktuellen Roséweine vergleichen.
Die Rebsorte allein reicht als Kaufkriterium nicht aus. Herkunft, Rebalter, Ertrag, Jahrgang und Ausbau beeinflussen den Stil erheblich. Vier Fragen helfen bei der Auswahl.
Für unkomplizierten Genuss sind junge Garnacha-Weine mit deutlicher Frucht und wenig Holzeinfluss häufig die passendere Wahl. Wer Tiefe, Würze und Lagerpotenzial sucht, sollte eher nach alten Reben, niedrigen Erträgen und anspruchsvolleren Einzellagen Ausschau halten.
Garnacha braucht nicht zwingend einen intensiven Barrique-Ausbau. Beton, grosse Holzfässer oder ein Ausbau mit wenig neuem Holz können die Frucht stärker in den Vordergrund stellen. Kleinere oder neue Eichenfässer können dagegen zusätzliche Würze, Struktur und Röstaromen einbringen.
Wer normalerweise leichtere Rotweine trinkt, sollte nicht automatisch zum alkoholreichsten oder am längsten gereiften Garnacha greifen. Ein frischerer, weniger extrahierter Stil kann die rote Frucht der Sorte deutlicher zeigen. Für kräftige Fleischgerichte oder einen intensiveren Weinstil dürfen Körper und Reife dagegen ausgeprägter sein.
Eine grössere stilistische Auswahl bietet auch die Übersicht aktueller Rotweine.
Garnacha ist durch ihre Frucht, ihren häufig eher runden Gerbstoff und die mediterrane Aromatik vielseitig einsetzbar. Entscheidend ist die Intensität des konkreten Weins.
Die ähnlich klingenden Namen führen häufig zu Verwechslungen. Garnacha Tinta ist Grenache Noir. Garnacha Tintorera bezeichnet dagegen Alicante Bouschet und damit eine andere Rebsorte. Beim Filtern oder Kaufen von Wein sollte deshalb genau auf die vollständige Sortenbezeichnung geachtet werden.
Ja. Garnacha Tinta ist die in Spanien gebräuchliche Bezeichnung der Rebsorte, die international häufig Grenache und in Frankreich Grenache Noir genannt wird. In Katalonien begegnet man häufig der Bezeichnung Garnatxa.
Typisch sind reife rote Früchte wie Kirsche, Himbeere oder Erdbeere sowie je nach Herkunft florale, kräuterige und würzige Noten. Sehr reife oder konzentrierte Varianten können dunkler, voller und kräftiger wirken.
Die Rebsorte legt den Restzuckergehalt nicht fest. Die meisten klassischen Garnacha-Rotweine werden trocken ausgebaut, die Sorte kann jedoch ebenso für Rosé und unterschiedliche süssere Weinstile verwendet werden.
Beides ist möglich. Junge Garnacha kann saftig, fruchtig und vergleichsweise unkompliziert wirken. Alte Reben, geringe Erträge, warme Standorte und ein konzentrierter Ausbau können dagegen sehr körperreiche und komplexe Weine ergeben.
In Spanien zählen Aragón mit Campo de Borja und Calatayud, Navarra, Rioja sowie Priorat und Montsant zu den besonders relevanten Gebieten. In Frankreich ist Grenache vor allem in mediterranen Regionen und an der südlichen Rhône wichtig.
Leichtere, junge Rotweine können leicht gekühlt etwa bei 14 bis 16 °C serviert werden. Vollere und gereifte Garnacha-Weine zeigen sich häufig bei ungefähr 16 bis 18 °C ausgewogener. Rosé wird deutlich kühler getrunken.
Nein. Garnacha Tinta entspricht Grenache beziehungsweise Grenache Noir. Garnacha Tintorera ist eine andere Rebsorte und wird auch Alicante Bouschet genannt.
Alle Angaben ohne Gewähr – Trinken Sie Alkohol verantwortungsbewusst.
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